Kurze Einführung: Lohnende Reiseziele in Vietnam und Indochina

Reisezeitempfehlungen für Vietnam: Das Land mit seinem über 1.700 km langem Landstreifen (Norden nach Süden) wird in unterschiedliche Klimazonen eingeteilt. Insbesondere das Klima zwischen Nord- und Südvietnam unterscheidet sich erheblich. Der Norden weist ein gemäßigtes, subtropisches Wechselklima auf. Die kühlere Jahreszeit ist dort ab November bis April vorherrschend, während die heiße Jahreszeit ab Mai bis ca. Ende August dauert. Für Reisen ist hier jedoch die kühlere, trockenere Jahreszeit vorzuziehen! Der Süden des Landes ist tropisch geprägt: warm bis sehr heiß während des ganzen Jahres, etwas kühler von November bis Januar, heiß von Februar bis Mai und mit einer Regenzeit ab Mai bis ca. Anfang Oktober. Die Wetterscheide zwischen diesen Gebieten bildet der Wolkenpass nördlich von Da Nang. Während der "Regenzeit" treffen immer wieder Taifune die Küste, zumeist im nördlichen Mittelvietnam und im Mekong-Delta. Abzuraten ist deshalb von Reisen nach Vietnam in den Monaten Mai, Juni, Juli, August und für alle Taifungefährdeten Gebiete auch noch im Monat September. Der am besten für eine Vietnamreise geeignete Zeitraum erstreckt sich auf die Monate November, Dezember, Januar, Februar und März. Die Zeiträume ab Mitte Oktober sowie April sind noch bedingt für eine Reise zu empfehlen.

Eine Tour durch Vietnam beginnt man am besten in der Hauptstadt Hanoi und reist dann weiter nach Süden.

In Hanoi begegnet man sowohl der traditionellen wie der modernen vietnamesischen Kultur. Für viele lohnenswerte Touren in Nordvietnam, ob zum faszinierenden UNESCO-Naturerbe der Menschheit "Ha Long Bucht" mit ihren über 3000 Inseln oder zu den Bergvölkern im Norden des Landes ist Hanoi der ideale Ausgangspunkt.

Für die pulsiernde, kulturell eindruckvolle Hauptstadt Vietnams sollten Sie sich mindestens zwei Tage Zeit nehmen: eine Vielzahl von bedeutenden Tempeln, historischen Baute und , interessanten Sehenswürdigkeiten finden sich in Hanoi. Originell ist eine Rikscha-Tour ("Cyclo", Preis Verhandlungssache, wenige Dollars!) ) durch die Innenstadt, mit Zwischenstopps beim alten Literaturtempel (1. historische Univ. Vietnams), der Einsäulen-Pagoda, dem Westsee, dem Regierungsbezirk mit Besichtigungsstationen rund um den Staatsgründer Ho Chi Minh, wie "Onkel Ho's Hütte" und dem Museum. Gesehen haben sollte man außerdem den Jadebergtempel auf dem Hoan Kiem See, die Handwerkerstraßen des "Old Quarters" und die Oper im alten französischen Viertel von Hanoi. Abends unbedingt einmal einen Besuch im Wasserpuppentheater(z.B. beim Hoan Kiem See, Eintritspreist ca. 2 Euro) einplanen... Hanoi vermittelt den Charme und Facettenreichtum des eigenständigen südostasiatischen Kulturvolks der Viet wie kaum eine weitere Stadt in Südostasien. Wer viel Zeit mitbringt und sich für asiatisch-ethnische Minderheitenvölker, deren Kultur und Traditionen interessiert, sollte zuerst für einige Tage in den Norden reisen, beispielsweise in die Gegend um den Bergort Sa Pa (1.650 m.N.N., ca. 300 km nördlich von Hanoi,unweit der Grenze zu China) oder indas ca. 140 km entfernte Mai Chau Tal (Weiße Thai-Minderheit).

Von Hanoi aus sollte die Reise unbedingt unbedingt Richtung Osten weitergehen zur Ha Long Bucht, die man auf einer ausgedehnten Bootstour erkundet, eventuell mit Aufenthalt auf der großen Insel Cat Ba (Nationalpark Cat Ba). Wer körperlich fit ist, bricht von Hanoi aus zu einer Tages-Tour zum buddhistischen Duftpagoden-Heiligtum auf. Auch die "Trockende Ha Long Bucht" ca. 90 km südlich von Hanoi ist ein tolles Tourenziel. Für richtige Abenteurer eigent sich das Urwaldgebiet des Cuc-Phuong-Nationalparks im Delta des Roten Flusses - Bitte nur mit Führung besuchen, nicht dass man aus Versehen einem Tiger im Unterholz auf den Schwanz tritt...

Später geht die Reise Richtung Mittelvietnam, ob mit dem Überlandbus, dem Zug, mit einem geliehenen Motorroller oder für ganz Sportliche mit dem Fahrrad. Inlandsflüge Richtung Süden sind außerdem möglich und nicht zu teuer. Sehr schlichte, aber anständige Hotelzimmer gibt's in Vietnam ab ca. 15 US-Dollar pro Nacht. Mit der gleichen Summe kann man sich tagsüber gut verpflegen (Garküchen-Speiseangebote, Obst-Märkte, Mini-Läden u.a. für Mineralwassereinkauf, einheimische Restaurants etc.). In Mittelvietnam ist die alte Kaiserstadt Hue mit Resten des Kaiserpalastes, eindrucksvollen Grabensanlagen der einstigen Herrscher und bedeutenden Pagoden eines der wichtigsten Reiseziele.

Weiter geht es über das Truong-Son-Gebirge mit seinem berühmten "Wolkenpass", der Klimascheide zwischen subtropischen Norden und tropischen Süden, bis zur Stadt Da Nang an der südlichen Zentralküste (Cham-Museum, Ausflugsziele "China Beach" und Marble Mountains). Außerdem lohnt sich ein Besuch der Überreste der hindustischen Cham-Kultur im Urwald bei My Son . Unbedingt sollte man die mehrere asiastische Kulturzeugnisse beherbergende Küstenstadt Hoi An ( UNESCO Weltkulturerbe der Menschheit) besuchen. In dieser Region kann man bereits am Strand genüsslich baden.

Eine Tagesreise weiter aber kommt man zu einem der schönsten Badeorte von Vietnam, nach Nha Trang. Die Stadt besitzt außerdem etliche Sehenswürdigkeiten, ist kulturell interessant und touristisch bestens erschlossen. Die umliegende, herrliche Inselwelt lässt sich auf Bootstouren erkunden. Wer auf Surf- oder Schnorchelkurse steht, wird ebenso fündig. Eine Alternative zu Nha Trang ist die noch einige hundert Kilometer weiter südlich gelegene Hafenstadt Phan Thiet und seine Umgebung mit dem Stranddünengebiet bei Mui Ne. Auch dort gibt es einen kilometerlangen, feinen Sandstrand mit Kokospalmen und schönen Urlaubsdomizilen.

Noch einmal mehrere hundert Kilometer südlicher stößt man auf die Stadtprovinz von Saigon (Ho Chi Minh City). Die über 6 Millionen-Metropole ist sehr westlich orientiert. Modernes und Traditionelles sich noch viel extremer als in Hanoi zu finden. Saigon ist der wichtigste Wirtschaftsmotor des Landes. Französisches Kulturerbe, wieder eingekehrter US-Einfluss, ebenso stark chinesische Einflüsse vermischen sich dort mit der vietnamesischen Kultur und Gesellschaft. Die Durchschnitts-Tagestemperaturen in Saigon liegen in der Regel immer über 30 Grad Celcius in Hanoi dagegen ist es etwa von Dezember bis Februar rund 10 Grad kälter). Saigon wird wieder das "Paris Südostasiens" genannt - Eleganz und Reichtum, Pop-Kultur und altehrwürdige Tempelanlagen, tiefste Armut und die landesweit höchste Kriminalitätsrate: alles findet sich in der südostasiatischen Metropole.

Von Saigon aus kann man wiederum viele Touren in die Umgebung und die Südprovinzen unternehmen: Originell ist ein Besuch der Cu Chi Tunnelanlagen, von denen aus der Vietcong einst seine militärischen Opperationen gegen die US-Truppen in Südvietnam steuerte. Esoterische Gefühle vermittelt dagegen ein Ausflug zu dem Zentraltempel der Cao-Dai-Sekte bei Tay Ninh (90 km nordwestlich von Saigon). Faszinierend ist eine Tour ins Mekong Delta, etwa zu den Schwimmenden Märkten bei Can Tho. Erholsam ist eine Tour zur Halbinsel Vung Tau, auf der es u.a. Badestrände gibt. Die süd-westlich gelegene, bekannte Insel Phu Quoc, die größte Insel Vietnams unweit von Kambodscha, lockt mit insgesamt 40 km langen Sandstränden, eingerahmt in echtem Dschungelhintergrund (Jedoch Inlandsflug von Saigon aus nötig).

Der Internationale Airport bei Saigon Tan Son Nhat ist rund 7 km vom Saigoner Zentrum entfernt. Von dort geht es nach dem individuellem Vietnamtrip wieder Richtung Deutschland zurück. Wer noch mehr Zeit mitbringt, fliegt ab Saigon direkt nach Siem Reap bei den berühmten Tempelanlagen von Angkor oder in die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh. Schöne Badestrände findet man in Kambodscha am Golf von Thailand, etwa bei Kampot oder Sihanoukville. Weitere lohneswerte Ziele in Indochina sind die alte Königsstadt Luang Prabang in Laos und seine Umgebung sowie die laotische Hauptstadt Vientiane.

 

Vietnam-Touren-Konzepte